Viele Internet Provider setzen auf Ihren Systemen mittlerweile eine freie Linux Distribution mit Parallels Plesk ein.
Plesk stellt hierbei eine Grafische Oberfläche speziell zu Administration eines Web-Servers, oder auch Root-server genannt, zur Verfügung.
Dies ermöglicht auch unerfahrenen Benutzern eine einfache Administration.
Doch bei etwas spezielleren Aufgaben die so ein Root-Server durchaus haben kann, stößt man mit Plesk schnell an Grenzen.

Dies liegt zum einen daran dass jeder Provider seine eigene Lieblings Linux Distribution hat (z.B. Open Suse, Fedora, Ubuntu, CentOS etc.) und
Plesk nicht alle Spezialitäten der einzelnen Linux Distributionen abdecken kann oder will.

So sind manche Notwendige Einstellungen nur direkt unter der sogenannten Secure Shell möglich (auch Command Shell, Terminal oder Blackbox genannt).
Dies erfordert jedoch eine gewisse Linux Kenntnis und es ist nicht Ratsam ohne ein gewisses Maß an Kenntnissen an der Secure Shell herumzuspielen.

Man kann sich hier relativ schnell sein komplettes System unbrauchbar konfigurieren und für die Reparatur bzw. Wiederherstellung ist man je nach Provider schnell mal 100,- Euro los.

Die meisten Probleme gibt es in der Konstellation Linux mit Plesk beim Upload von Daten auf den Server.
Es gibt viele Systeme wie Owncloud, WANDU etc. mit denen ein Upload großer Dateien möglich sein sollte.

Ich habe z.B. WANDU im Einsatz. Mit dieser Joomla Komponente möchte ich große Datenmengen auf den Server laden.
Als Root Server habe ich Die Linux Distribution CentOS 6.6 mit Plesk 12.0.18 im Einsatz.

Der Upload aus der Joomla Komponente WANDU kann per HTML oder aber auch über JAVA erfolgen.
Im Standard sind die Server mit so geringen Werten belegt das ein Upload von Dateien größer 5 MB häufig fehlschlagen.
Bei diesen Fehlschlägen ist es auch sehr schwer nachzuvollziehen, weshalb der Upload nicht funktioniert hat.
Dies ist nur in den Logfiles der Root-Server und ihren entsprechenden zuständigen Diensten zu erkunden.
Auch hier ist viel Fachwissen gefragt.

Die niedrigen Werte die in den Servern voreingestellt sind, sind entweder Werte die noch aus den Modem-Zeiten stammen, oder
die Provider versuchen somit ihren Traffic niedrig zu halten.

In der heutigen Zeit sind diese Voreinstellungen aber alles andere als praktikabel, da das Datenvolumen erheblich angestiegen ist.
So kann schon alleine ein gutes Foto die 5 Megabyte locker überschreiten.

Unter Plesk sollte man in seinem Abonement folgende Einstellungen prüfen und ggf. auf die gewünschten Werte anpassen.

Gehen Sie in Plesk in ihr Abonement. Sie sollten sich nun im Tab "Allgemein"befinden.
Wählen Sie nun im unteren Menü (unter den Tabs) "Anpassen" aus.
Nun erscheint wiederum eine neue Tableiste.
Wählen Sie hier die "PHP-Einstellungen" aus.

Folgende Werte sind für den Upload relevant und sollten angepasst werden.

  • memory_limit (Virtueller Speicher Wert in M=MegaBytes oder Wert in G=GigaBytes)
  • max_execution_time (Maximale Zeit die ein Script ausgeführt werden darf in Sekunden)
  • max_input_time (Maximale Zeit in der ein Script Eingaben machen darf in Sekunden
  • post_max_size (Wert in M=MegaBytes oder Wert in G=GigaBytes)
  • upload_max_filesize (Wert in M=MegaBytes oder Wert in G=GigaBytes)
  • (ON)

Soweit die Konfigurtionsmöglichkeiten unter Plesk.

Es gibt aber noch eine Stelle an der Anpassungen vorgenommen werden müssen.
Dies ist vor allem dann ein Muss wenn Sie als PHP Handler nicht den Apache sondern Fast-CGI ausgewählt haben, was durchaus sehr viel Sinn macht!
Dies können Sie in Plesk unter ihrem Abonement, Websites & Domains, Hosting Einstellungen in Erfahrung bringen.

Hier sind dann noch in der httpd.conf Datei folgende Stellen anzupassen:

  • FcgidMaxRequestLen (Wert in Bytes)
  • FcgidIOTimeot (Zeit in Sekunden)

Der Pfad zu dieser Datei lautet in der CentOS Distribution:

  • /var/www/vhosts/system/*DOMAIN*/conf/ (*DOMAIN* erssetzen mit ihrer Domain)

Sie können die Datei mit VIM oder einem anderen Editor bearbeiten.
Danach sollten Sie unter Plesk den Apache Service neu starten damit die Änderungen auch aktiv werden.

Wie schon erwähnt sollten Sie ein gewisses Maß an Linuxkenntnissen haben.
Root Zugang zum Server ist hierbei voraussetzung!